Auslandspraktikum

Als GTA-Schüler muss man im 2. Jahr ein Praktikum absolvieren. Entweder man sucht sich ein Betrieb (in seinem Schwerpunkt natürlich) in Berlin, oder man macht sein Praktikum im Ausland.

Das Praktikum an sich dauert vier Wochen. Im Ausland hat man erstmal eine Woche lang einen Sprachkurs, bevor man dann vier Wochen lang arbeitet. Einer der großen Unterschiede zu dem Praktikum in Berlin ist, dass man sich den Betrieb nicht selbst aussucht. Oder eher… nicht aussuchen kann.

Man schreibt als Schüler eine Bewerbung in der Sprache des Ziellandes, schreibt, was man sich denn an Tätigkeiten vorstellt und hofft das Beste.

Die Bewerbung bekommt schlussendlich jemand, der in dem ausgesuchten Land lebt und für einen zuständig ist. Dieser sucht mit den Bewerbungen die Betriebe.

Es steht einem also nichts im Wege, neue Erfahrungen zu sammeln, die Sprachkenntnisse zu verbessern und die Selbstständigkeit zu stärken (oder sie erst zu entwickeln….). Bei dem Auslandspraktikum kann es ja auch wie in Berlin sich die Möglichkeit eröffnen, eine Arbeitsstelle angeboten zu bekommen, die man nach dem Abschluss in Angriff nehmen kann. Ein Auslandsjahr wäre ja auch eine gute Idee.

Natürlich hat alles Vorteile, aber auch Nachteile. Auch ich habe mich für das Auslandspraktikum entschieden, mein Ziel war Malta. Es war schon nervenauftreibend, erst eine knappe Woche vor Abflug zu erfahren, wo genau ich denn arbeiten werde. Auch die Flugdaten kamen erst sehr spät. Das war natürlich nicht nur nervenauftreibend für die Schüler, sondern auch für die betreuenden Lehrer, da die ja wissen müssen, wann und wo sie uns besuchen können. Gut 12 Schüler in einem fremden Land im Betrieb zu besuchen, quer durch die ganze Insel zu fahren, ist kein Kinderspiel. Wobei man in Malta schon eine halbe Stunde mehr Zeit einplanen sollte, für die Suche nach einem Parkplatz.

Doch eine große Demotivation traf fast alle Schüler, als die Betriebe bekanntgegeben wurden. Da hatte man ausdrücklich gesagt, nicht am Computer arbeiten zu wollen, und landet bei einem Betrieb, bei dem man genau das, und nur das, machen muss. Der Schülerin wurde nicht gesagt, dass sie einen eigenen Laptop braucht. Da ihr das nicht gesagt wurde, hatte sie natürlich keinen mitgenommen und wurde schlussendlich deshalb nicht beschäftigt und war gezwungen zu wechseln.

Auch ich war unzufrieden, und entschied mich dazu, den Betrieb zu wechseln. Ich hätte nicht gedacht, dass ich zu jenen Schülern gehöre, die sich dazu entscheiden zu wechseln, doch ich bin im Nachhinein froh darüber.

Zu unserem Lehrer, der uns dort besuchte, lässt sich sagen, dass wir alle sehr froh waren, dass er in Malta war. Sehr viele waren kurz davor „das Handtuch zu werfen“, da vieles nicht lief, wie geplant und erhofft, da der Betrieb nicht stimmte oder man zum zweiten Mal den Betrieb wechselte. Da war unser Lehrer ein guter Ansprechpartner und motivierte uns, weiter zu machen und unser Bestes zu geben, nicht gleich alles so negativ zu sehen. Er war wirklich unsere seelische Stütze. Viel Spaß war natürlich auch da, viel Gelächter und gute Gespräche.

Mein Fazit zu Malta ist, dass ich es niemals bereuen würde, dorthin gegangen zu sein. Die Insel ist sehr schön, die meisten Menschen freundlich. Man kommt leicht von A nach B, und die Arbeitszeiten waren sehr… entspannt. Wir alle hatten sehr schöne Zeiten, Momente, die uns für immer bleiben werden. Wir haben uns alle gegenseitig geholfen und wenn es jemanden nicht gut ging, denjenigen wieder hoch- und weitergezogen.

Spaziergänge durch Valetta
Ein sehr schöner Abend im Hard Rock Café
Abende in Sliema
Entspannte Zeiten nach der Arbeit am Hafen

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